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www.kibi-muss-bleiben.de
KIBI-Alarm
Kurz vor der Wahl hat die Kulturbehörde den Eindruck erweckt, das Problem Kinderbibliothel am Grindel sei erledigt; Mit der Ida-Ehre-Schule sei eine Vereinbarung über den Betrieb eines Leseclubs auf dem Schulgelände getroffen worden.
Das stimmt nicht!
Ein Leseclub mit ehrenamtlichen Helfern ist kein Ersatz für eine profesionell betriebene Bibliothek. Platz und Medienbestand sind im Vergleich zur KiBi lächerlich gering. Außerdem konnten sich Schule und Kulturbehörde bisher nicht darüber einigen, wer die Kosten zu tragen hat.Deshalb gibt es bisher gar keine Vereinbarung.
Wir fordern auch von der neuen schwarz- grünen Regierung den Erhalt der KiBi am Grindel und schlagen dafür jetzt
KiBi- Alarm!
Treffen vor der KiBi am 29.5. um 17.00 Uhr mit Notfallausrüstung (Topfdeckel, Pfeifen, Tröten etc.)
Handzettel zum Ausdrucken und weiter kopieren
Pressemitteilung zum Kibi-Alarm
Die lange Geschichte der Schließungen Hamburger Stadtteil- und Kinderbibliotheken erreicht einen vorläufigen Höhepunkt. Mit der Verlegung der stark frequentierten Kinderbibliothek am Grindel in Hamburg - Eimsbüttel in die Zentralbibliothek im sogenannten Hühnerposten wird das Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche weiter erodiert. Die zahlreichen umliegenden Schulen und Kindergärten werden von der Nutzung abgeschnitten. Absichtserklärungen der Politik zur Förderung und Weiterentwicklung von Kultur, Bildung und Pädagogik im Interesse nicht zuletzt des Wirtschaftsstandortes Hamburg bleiben Makulatur. www.kibi-muss-bleiben.de organisiert den Protest.
Alle Kinder wollen Lesen - für den Erhalt der Kinderbibliothek am Grindel
Der Elternrat der Grundschule Kielortallee informiert.
Der Hamburger Senat hat im Juni 2007 den Ausbau der Zentralbibliothek am Hühnerposten beschlossen. Im Zuge dessen soll, vorgeblich um die Attraktivität für Familien zu erhöhen, die Kinderbibliothek am Grindel in die Zentralbibliothek umziehen. Klingt wie Hohn, denn wie kann es für die Mütter und Väter attraktiv sein, statt einem kürzerem Fußweg eine Anfahrt zum Hauptbahnhof mit anschließendem Fußmarsch zum neuen Standort einplanen zu müssen. Ebenso sinkt auch für die Schulen und Kitas im Bezirk die Nutzbarkeit einer Kinderbibliothek rapide.
Ein ersatzloser Wegzug der Kinderbibliothek am Grindel führt sämtliche anderen Intitiativen und Absichtserklärungen zur Bildungsförderung ad absurdum und bedeutet einen weiteren inakzeptablen Verlust für das kulturelle Angebot im Quartier.
Ein Stadtteil mit vielen Familien und Kindern, Schulen und Kindergärten
Die Kibi in den Grindelhochhäusern wird so stark genutzt, dass man in der Regel schon Wartezeiten bei Rückgabe und Ausleihe von Büchern und CDs einkalkulieren muss. Statt der Schließung wäre wohl eher eine Erweiterung der lokalen Kapazitäten die logische Konsequenz.
Der Erfolg erklärt sich nicht zuletzt durch das unermüdliche Team der Kinderbibliothek und das pädagogische Konzept. Ein spezieller Bereich für Kleinkinder mit vielerlei Bilderbüchern bis zum Spieltisch, an dem Kinder aller Altersstufen mit Begeisterung Gesellschaftsspiele ausprobieren. Wo sonst sieht man in allen Ecken, auf Bänken, Sesseln und dem Fußboden kleine Leser in Büchern stöbern und schmökern.
Wer auch nur einmal das lebendige Gewusel zwischen Leselern-Büchern, Ritter- und Ponyhofgeschichten und Hörbüchern erlebt hat, der kann nicht im Entferntesten an die Schließung einer solchen bereichernden und bildungspolitisch fundamental wichtigen Einrichtung denken.
Der Hamburger Senat konterkariert seine eigenen Konzepte
Die Initiative „Lebenswerte Stadt Hamburg“ mit ihren angeblich besonderen bildungs- und familienpolitischen Schwerpunkten wird zur Farce. Eine Stadt mit ihren Quartieren verliert ihre lebenswerte Attraktivität insbesondere für Familien, wenn ringsum Büchereien, Schwimmbäder oder auch nur Kinos geschlossen werden. Nach der Schließung der Standorte Mittelweg/Grindel hat die Erosion der Stadtteil-Bibliotheken mit dem Ende der Kinderbibliothek am Grindel nicht nur im Bezirk Eimsbüttel einen neuen Höhepunkt erreicht.
Das absolut innovative Konzept der Kinderbibliothek am Grindel als kultureller Ort und Mitträger der soziokulturellen Stadtteilarbeit ist aufgegangen, mit der Verlegung in die Zentralbibliothek am Hühnerposten wird ihr der Nährboden entzogen - die Nähe zu kleinen Lesern und solchen, die es werden möchten. Sonntägliche Öffnungszeiten und mehr „Events“ (wie in der Zentralbibliothek geplant) sind Augenwischerei und bringen zum Beispiel auch den in Eimsbüttel liegenden Kitas nichts, die mit ihren Gruppen gerne und häufig Ausflüge in die Kibi am Grindel unternehmen. Ebenso gehören Besuche in der Kinderbibliothek zum festen Bestandteil des Unterrichtes der umliegenden vier Grundschulen.
Zwar haben sich alle Fraktionen des Bezirks Eimsbüttel (SPD, CDU, GAL) gegen eine Schließung ausgesprochen, doch wähnt sich der Bürger weiter eher in Schilda denn in Hamburg: die Umzugskosten der Kibi an den Hühnerposten in Höhe von etwa 500 000 Euro werden aus dem Haushalts-Sondertopf „Lebenswerte Stadt“ finanziert. Alleine davon könnte die Kibi am Grindel fast zwei Jahre weiter betrieben werden.
Ansprechpartner: Angela Ziegenhagen 040/ 45 68 71 - Miriam Burkhardt-Etumnu 0172/ 410 32 20
Text: H.-G. Hanl
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